Einen aktiven Beitrag zum Naturschutz leistete die vierte Klasse der Naturparkschule Rauhenebrach. Sie wanderte nach Karbach, um eine Fläche kennenzulernen, die derzeit von der Gemeinde Rauhenebrach zu einem wertvollen Lebensraum und Biotop entwickelt wird.
Unter der Leitung von Ulla Schmidt (ILE Lebensregion plus) entsteht auf dem Gelände ehemaliger Gebäude eine artenreiche Streuobstwiese. Diese traditionellen Kulturlandschaften sind von großer ökologischer Bedeutung: Streuobstwiesen können Lebensraum für bis zu 4.500 verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten und tragen damit maßgeblich zur Förderung der Biodiversität bei.
Außerdem muss regionales Streuobst unbedingt stärker in die Wahrnehmung als wertvolles Lebensmittel aus der Region gerückt werden. Saft von heimischen Streuobstwiesen hat kurze Transportwege, ist ökologisch sinnvoll und überzeugt geschmacklich deutlich – er schmeckt wesentlich aromatischer als importierte Billigware aus Konzentrat.
Vor Ort erklärte Naturpark-Ranger Alexander Schneider den Schülerinnen und Schülern anschaulich die Bedeutung der Artenvielfalt für ein funktionierendes Ökosystem. Zudem erläuterte er, warum bei der Ansaat bewusst regionales Saatgut aus dem Landkreis verwendet wird, um die heimische Flora gezielt zu stärken.
Im Anschluss durften die Kinder selbst aktiv werden: In Gruppen verteilten sie das Saatgut gleichmäßig auf der Fläche und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der künftigen Streuobstwiese. Mit großem Engagement sammelten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus Müll und füllten dabei fünf große Eimer – ein weiterer wertvoller Einsatz für die Umwelt.
Das Projekt wird die Klasse auch in Zukunft begleiten: Bereits jetzt haben sich alle Beteiligten für den Sommer wieder verabredet, um die Entwicklung der Fläche zu beobachten, sowie die dort wachsenden Pflanzen und neu angesiedelten Insekten zu bestimmen.
Mit dieser Aktion verbindet die Naturparkschule praktisches Lernen mit aktivem Naturschutz – ein Gewinn für die Kinder und die Umwelt gleichermaßen.